mobilfunkvertrag widerrufenEin Blick auf die derzeit verfügbaren Angebote im Bereich Mobilfunkverträge löst sicher auch bei Ihnen einige Verwirrung aus. Doch letztendlich muss man sich für ein bestimmtes Angebot entscheiden und auch Ihnen geht es möglicherweise so, dass die Zeit drängt. Dabei kann es vorkommen, dass nach kurzer Zeit auffällt, dass das gewählte Angebot doch nicht so gut ist, wie es zunächst erschien. Dann bleibt nur noch die Möglichkeit, den Vertrag möglichst schnell zu widerrufen. Doch dies ist nur in bestimmten Fällen möglich. Haben Sie den Mobilfunkvertrag etwa in einen Shop abgeschlossen, besteht das Recht auf Widerruf nicht. Wenn Sie sich diese Tür also offen halten wollen, ist es günstiger, den Handyvertrag online oder auch am Telefon abzuschließen. So bleiben Ihnen nämlich 14 Tage Zeit, in der Sie Ihr Recht auf Widerruf geltend machen können.

Doch auch, wenn Sie Ihren Mobilfunkvertrag im Rahmen eines sogenannten Fernabsatzgeschäftes abgeschlossen haben, ist der Rücktritt vom Vertrag kein Automatismus. Ganz im Gegenteil. Ihr Vertragspartner wird nicht unbedingt sonderlich erfreut sein, zu hören, dass Sie den gerade abgeschlossenen Vertrag nun plötzlich doch nicht wünschen. Im schlimmsten Falle weigert sich der Vertragspartner, den Vertrag wieder zurückzunehmen.

Doch auch auf einen solchen Fall können Sie sich vorbereiten. Wir möchten Ihnen zeigen, wie Sie bei Ihrem Widerruf am besten vorgehen. Denn kleine Fehler können dazu führen, dass der Anbieter die Kündigung Ihres Vertrages nicht zu akzeptieren braucht. Eine gute Methode, einen fehlerfreien Widerruf zu erstellen, bietet die Nutzung einer bewährten Vorlage. Auf unserer Seite können Sie das passende Muster heraussuchen.

Habe ich überhaupt ein Recht auf Widerruf?

Das Recht auf Widerruf gilt bei dem Abschluss eines Mobilfunkvertrages nicht generell. Es hängt alleine davon ab, in welcher Form der Vertrag abgeschlossen wurde. Liegt ein sogenannter Fernabsatz vor, können Sie Ihr Recht auf Widerruf mindestens 14 Tage lang nutzen. Von einem Fernabsatzgeschäft wird gesprochen, wenn der Vertrag online, am Telefon oder auch an der Haustür zustande gekommen ist. Dies kann natürlich auch strategisch genutzt werden. Wenn Sie Wert darauf legen, ein Widerrufsrecht zu nutzen, dann sollten Sie den Vertrag auf die entsprechende Art und Weise abschließen. Unter Umständen bietet aber auch ein regulärer im Laden abgeschlossener Vertrag ein Widerrufsrecht. Hier liefern die Vertragsunterlagen genaue Auskunft.

Tipp für Sie:

Prüfen Sie zunächst, ob überhaupt ein Widerrufsrecht vorliegt.

Wer ist eigentlich mein Adressat für den Widerspruch?

Ein erster Fehler, der unter Umständen dazu führt, dass der Widerruf nicht akzeptiert werden muss, ist die Verwendung einer falschen Adresse. Diese Gefahr besteht etwa, wenn der Vertrag durch einen Dritten vermittelt wurde. Schicken Sie den Widerruf fälschlicherweise an den Vermittler, so wird Ihr Widerspruch keinen Erfolg haben. Stellen Sie also zunächst sicher, wer Ihr konkreter Vertragspartner ist. Auch hier hilft ein kurzer Blick in Ihre Vertragsunterlagen.

Tipp für Sie:

Der Widerruf wird nur akzeptiert, wenn er an die richtige Adresse geschickt wird.

Was soll ich machen, wenn es Probleme gibt?

Auch Sie liegen sicher nicht ganz falsch, wenn Sie im Rahmen Ihres Widerrufs sich auf das eine oder andere Problem gefasst machen. Es ist bei einigen Anbietern eine beliebte Masche, den Widerruf ganz einfach zu ignorieren. Man hofft darauf, dass die Frist verstreicht und die Kunden den Wunsch aufgeben. Doch hier sollten Sie nicht mitspielen. Wichtig ist, dass Sie auch nach Ablauf der Frist eindeutig nachweisen können, dass Sie widersprochen haben. Dokumentieren Sie hierzu Ihren Widerruf und senden Sie den Brief mit dem Rücktritt in Form eines Einschreibens zu.

Tipp für Sie:

Sorgen Sie unbedingt dafür, dass Ihr Widerruf inklusive Zustellung auch nach Ablauf der Frist eindeutig nachgewiesen werden kann.

Den Widerruf mit diesen Inhalten einfach und schnell erstellen

Ebenso wie eine ordentliche Dokumentation und der eindeutige Nachweis der Zustellung gehört auch ein korrektes Schreiben zu einem erfolgreichen Widerruf. Ein eigenes Formular muss dabei jedoch nicht eingesetzt werden. Wichtig ist vor allem, dass alle wichtigen Informationen zu den Vertragspartnern sowie zu dem entsprechenden Vertrag im Schreiben zu finden sind. Auch der Widerruf selber sollte klar aus dem Schriftstück hervorgehen, mit dem Sie vom Vertrag zurücktreten.

Nicht im Schreiben fehlen dürfen:

  • Ihre persönlichen Daten (Vor- und Zuname, Anschrift, Geburtsdatum)
  • Aktuelle Daten zum Vertragspartner (Name des Mobilfunkunternehmens, Adresse, Ansprechpartner)
  • Informationen zum Vertrag (Variante, Bezeichnung, Nummer, Datum der Ausstellung)
  • Ein deutlich formulierter Widerruf des Vertrags
  • Aufforderung zur fristgerechten Bestätigung
  • Unterschrift

Wichtig für Sie:

Auch eine Unterschrift gehört zu einem vollständigen Schreiben, welches allen Anforderungen gerecht werden soll.

(Mustervorlage Widerruf eines Mobilfunkvertrags)

Auch wenn Sie einer ganzen Reihe von inhaltlichen Anforderungen gegenüberstehen und sich davon möglicherweise verunsichert fühlen, sollten Sie Ihren Wunsch nach dem Widerruf auf keinen Fall aufgeben. Denn Sie haben die einfache Möglichkeit, sich bei der Umsetzung Ihres Widerrufs an einem Musterbrief zu orientieren. Eine breite Auswahl von Vorlagen finden Sie in unserer Sammlung von Musterbriefen.

Widerruf Mobilfunkvertrag

Absender: (Angabe des kompletten Namens sowie der Adresse)

Adressat: (Angabe des Unternehmens sowie komplette Anschrift)

Vertragsbezeichnung (Vertragsvariante, Nummer, Datum des Vertragsabschlusses)

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit diesem Schreiben mache ich Sie darauf aufmerksam, dass ich vom oben genannten Vertrag mit sofortiger Wirkung zurücktrete. Ich verweise auf mein 14 tägiges Recht auf Widerruf. Bitte bestätigen Sie mir diesen Widerruf bis spätestens (Datum).

Mit freundlichen Grüßen

(Datum und Ort)                                                  (Unterschrift von Ihnen)

Fazit: Mobilfunkvertrag – So gelingt der Widerruf

Ein Mobilfunkvertrag kann widerrufen werden, wenn Sie diesen in Form eines Fernabsatzgeschäftes abgeschlossen haben. Dies ist der Fall, wenn der Vertrag etwa am Telefon, an der Haustür oder auch online zu Stande gekommen ist. Wichtig ist, dass Sie nicht innerhalb der Geschäftsräume eines Anbieters, also etwa in einem Shop unterschrieben haben.

So können Sie eine 14 tägige Frist für den Widerruf nutzen. Dabei sollten Sie sich aber auch darauf einstellen, dass es zu Komplikationen kommen kann. Dafür können Vertragspartner verantwortlich sein, die sich gegen den Widerruf zur Wehr setzen oder aber Fehler von Ihrer Seite. Um Fehlern aus dem Weg zu gehen, ist es am besten, wenn Sie sich an einer einfachen Vorlage in Form eines Musterschreibens orientieren.