Bankeinzug widerrufen: Das möchte die Bank lesen

bankeinzug widerrufenSie werden sicher bestätigen können, dass der klassische Bankeinzug das Banking deutlich leichter macht. Das Ausfüllen einer Überweisungsvorlage kostet Zeit und immer wieder passieren dabei Fehler. Wird der Einzug von Rechnungen oder Gebühren automatisch durch den Vertragspartner erledigt, sparen Sie sich eine Menge Arbeit und Zeit. Und sicher hat auch ihre Erfahrung gezeigt, dass dieses Verfahren sicher ist und gut funktioniert. In einigen Fällen ist dabei auch die Bank selber der Vertragspartner. Etwa wenn ein bestimmtes Sparprodukt abgeschlossen wurde und die regelmäßigen Raten vom Konto abgebucht werden. Auch bei einem Kredit wird ein Lastschriftmandat erteilt und die fälligen Raten durch Bankeinzug bezahlt.

Doch Sie werden sich sicher vorstellen können, dass es auch Situationen gibt, in denen das Vertragsverhältnis zur Bank beendet werden soll. In einem solchen Fall kann es sinnvoll sein, den Bankeinzug zu widerrufen. Stellen Sie sich vor, Sie bemerken nach einiger Zeit, dass immer noch Geld vom Konto abgebucht wird. Zwar ist dies nicht weiter tragisch, da bei einer Bank mit Sitz in Deutschland kein Betrug oder böse Absicht vermutet werden muss. Zusätzlichen Aufwand bedeutet es in der Regel aber doch, da neben dem erneuten Widerruf der Lastschrift auch der einzelne Bankeinzug wieder rückgängig gemacht werden muss.

Damit Sie einen solchen Fall von vorneherein vermeiden können, sollte der Rücktritt von einem Vertrag mit einer Bank auch stets mit dem Widerruf des Bankeinzugs einhergehen. Dies kann ohne großen Aufwand in Gestalt eines formlosen Schreibens erledigt werden. Dabei ist es aber für Sie wichtig, einige zentrale Inhalte zu beachten. Denn schleichen sich in Ihr Schreiben Formfehler ein, kann dies zu ärgerlichen Folgen führen.

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Kann ich den Bankeinzug widerrufen, indem ich einfach an die betroffene Bank schreibe?

Bei einem Bankeinzug handelt es sich heute immer um ein SEPA Lastschriftmandat. Dieses kann nur durch ein Schreiben an den jeweiligen Vertragspartner widerrufen werden. Ist der Vertragspartner also eine Bank, muss das Schreiben auch an diese Bank gerichtet werden. Unter Umständen sind auch zwei Banken im Spiel. Nämlich dann, wenn der Betrag durch die Bank A von einem Konto der Bank B eingezogen wird. Der Widerspruch muss in diesem Fall an die Bank A gerichtet werden. Bank B ist nur der Vermittler, der mit dem Lastschriftmandat und dem Rücktritt davon im Prinzip nichts weiter zu tun hat.

Tipp für Sie:

Klären Sie zunächst, wer der Vertragspartner ist, der für den jeweiligen Bankeinzug verantwortlich ist. Gegenüber dieser Institution müssen Sie den Rücktritt vom Bankeinzug erklären. Normalerweise sollte es dann keine Probleme geben. Um auf der sicheren Seite zu sein, sollten Sie aber darauf bestehen, eine schriftliche Bestätigung zu erhalten. So sind Sie für eventuelle Probleme im Nachhinein bestens gerüstet.

Was soll ich machen, wenn es Probleme gibt?

Es ist zwar in den meisten Fällen nicht zu erwarten, doch hin und wieder kam es zu Problemen kommen. Dann sollten Sie den Rücktritt von einem Bankeinzug auf jeden Fall schriftlich und formal korrekt erklären. Nach ein paar Wochen bemerken Sie jedoch, dass weiterhin Geld von Girokonto eingezogen wird. Wie gesagt, bei einer Bank als Vertragspartner ist klassischer Betrug eigentlich auszuschließen. Möglich ist dagegen, dass die Bank die Kündigung bzw. den Widerruf nicht akzeptiert hat. Unüblich ist es jedoch, dass Sie darüber nicht in einem Schreiben informiert wurden. Prinzipiell sollten Sie also davon ausgehen, dass es sich um ein Versehen seitens Ihrer Bank handelt. Dies kann unter Umständen auch durch einen einfachen Anruf bei dem Institut geklärt werden.

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Tipp für Sie:

Nach dem Sie den Bankeinzug widerrufen haben, sollten Sie zunächst die Bewegungen auf Ihrem Konto im Auge behalten. Wird trotz Rücktritt vom Bankeinzug weiterhin Geld abgebucht, sollten Sie sich direkt an die Bank wenden. Möglicherweise lässt sich das Problem bereits durch einen Anruf klären.

Welche Informationen müssen in einem Widerruf zu finden sein?

Es ist aber genauso möglich, dass ein Formfehler vorliegt. Denkbar ist etwa, dass Sie eine falsche Adresse oder eine falsche Abteilung angegeben haben und das Schreiben gar nicht angekommen ist. Um einen solchen Fall zu vermeiden, möchten wir Ihnen empfehlen, auf eine Mustervorlage für den Widerruf zu setzen. So ist es praktisch ausgeschlossen, wichtige Inhalte zu vergessen. Die folgenden Inhalte sollten zwingend in dem Widerruf für den zu finden sein, in dem Sie dem Bankeinzug widersprechen.

  • Ihre persönlichen Angaben (Name, Adresse, Geburtsdatum)
  • Daten zum Vertragspartner (Name des Instituts, Adresse, Name eines Ansprechpartners)
  • Informationen zum Vertragsverhältnis (Vertragsnummer, Datum des Abschlusses o.ä.)
  • Ein klar formulierter Widerruf des Bankeinzuges
  • Bitte um Bestätigung
  • eigenhändige Unterschrift

Wichtig für Sie:

Für den Empfänger ist es vor allem wichtig, den Widerruf klar zuordnen zu können. Für diesen Zweck sollte das entsprechende Vertragsverhältnis klar gekennzeichnet werden. Eine Begründung für den Widerruf ist nicht erforderlich. In jedem Fall sollten Sie darauf achten, die eigenständige Unterschrift nicht zu vergessen. Ansonsten ist der Widerruf ungültig.

(Mustervorlage Widerruf einer Vollmacht)

Am besten fahren Sie, wenn sie auf eine bewährte Vorlage für den Widerruf setzen. Alles was Sie nun tun müssen, ist das Musterschreiben an ihre Anforderungen anzupassen. Eine Auswahl an Vorlagen haben wir für Sie auf unserer Seite zusammengestellt.

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Widerruf Bankeinzug

Absender: (Angabe von Namen und Adresse)

Empfänger: (Angabe von Name und Anschrift der Bank sowie des Ansprechpartners)

Beschreibung des Bankeinzugs (Inhalt, Kundennummer, Datum Vertragsabschluss)

Ich widerrufe hiermit den oben näher bezeichneten Bankeinzug zum sofortigen Zeitpunkt. Bitte bestätigten Sie mir bis zum (Datum als Frist), dass Sie den Bankeinzug gelöscht haben und kein Geld mehr von folgendem Konto einziehen.

(Datum und Ort)                                                  (Unterschrift von Ihnen)

Fazit: Bankeinzug widerrufen sehr einfach

Die Abwicklung des Zahlungsverkehrs per Bankeinzug ist heute mehr oder weniger Standard. Im Normalfall bietet es Ihnen auch viele Vorteile und einen höheren Komfort. Um jedoch die Übersicht zu behalten, sollten Sie nicht mehr benötigte Bankeinzüge kündigen. Dies gilt erst recht, wenn es zu Problemen kommt. Dies ist etwa der Fall, wenn trotz Vertragsende weiter Geld eingezogen wird. Für den Widerruf eines Bankeinzuges kann es aber noch weitere Gründe geben:

  • Der zugrundeliegende Vertrag wurde gekündigt
  • Das Geld soll zukünftig von einem anderen Konto eingezogen werden
  • Sie wünschen sich zukünftig eine andere Zahlungsweise
  • Es wird fälschlicherweise Geld eingezogen

Prinzipiell kann davon ausgegangen werden, dass Banken seriös und zuverlässig sind, wenn es um Bankeinzug und dessen Kündigung geht. Probleme sind daher vor allem auf Fehler zurückzuführen. Fehler können unter Umständen auch auf Ihrer Seite liegen, etwa wenn die Kündigung falsch adressiert wurde oder Formfehler enthalten sind. Probleme können dabei aber zunächst telefonisch geklärt werden. Rein rechtlich darf nach der Kündigung des Lastschriftmandats bzw. des Bankeinzuges kein Geld mehr vom Konto abgezogen werden. Um sich für eventuelle Probleme abzusichern, ist es absolut zu empfehlen, sich die Kündigung des Vertrages sowie den Widerruf des Bankeinzuges schriftlich bestätigen zu lassen.

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