Widerruf Lastschrift: So wurde ich betrogen | Thomas K. (Hamburg)

widerruf lastschriftHaben Sie schon mal eine Lastschrift erteilt, damit zum Beispiel fällige Gebühren einfach von Ihrem Konto abgebucht werden können? Sicherlich ist Ihnen diese Möglichkeit bekannt und Sie wissen, wie einfach das Prozedere dahinter ist. Doch eine Lastschrift muss nicht immer gerechtfertigt sein, wie die Erfahrungen von Thomas K. aus Hamburg zeigen. Dieser wurde Opfer von Betrügern, die ihm das Konto leerräumen wollten. Doch mit einem Widerruf der Lastschrift konnte sich Thomas K. zur Wehr setzen und sein Konto entsprechend schützen. Dabei ist es aber immer wichtig, dass man weiß, worauf man achten sollte.

Wäre es für Sie wichtig zu wissen, wie Sie gegen eine Lastschrift Widerruf einlegen können und somit davon zurücktreten? Dann sollten Sie weiterlesen und sich direkt informieren. Denn im folgenden Text finden Sie wichtige Informationen zum Widerruf der Lastschrift und können dies bei Bedarf dann auch selber erledigen. Zudem finden Sie aber auch den Erfahrungsbericht von Thomas K. aus Hamburg, der von seinen Erlebnissen berichtet und darauf hinweist, wie man sich gegen betrügerische Lastschriften wehren kann. Für Sie ist es im Anschluss ganz einfach, gegen solche Lastschriften vorzugehen und sich dabei auch die Hilfe von der eigenen Bank zu holen.

Nehmen Sie sich fünf bis zehn Minuten Zeit und lesen Sie, worauf es beim Widerruf einer Lastschrift ankommt und auf welche Details Sie dabei in jedem Fall achten müssen. Dabei sollten Sie auch wissen, welche Formulierungen für Sie von Relevanz sind und wie lange Sie gegen eine unberechtigte Lastschrift überhaupt vorgehen können. Denn: Ewig bleibt dafür keine Zeit, sodass Sie durchaus schnell reagieren sollten. Kommt Ihnen auf Ihrem Konto etwas komisch vor, sollten Sie dann auch direkt Ihre Bank informieren. Auch von dieser Stelle gibt es bei Bedarf entsprechende Hilfe und Möglichkeiten, Ihr Konto zu schützen.

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Erfahrungen von Thomas K. aus Hamburg mit betrügerischen Lastschriften

„Plötzlich war mein Konto leer! Nicht komplett, aber es fehlten auf einmal Summen im höheren dreistelligen Bereich. Abgebucht wurden diese scheinbar ganz automatisch und ich wusste gar nicht, wofür das sein sollte. Ich hatte weder ein Abo abgeschlossen noch irgendwo etwas bestellt. Zumindest dachte ich das. Und von meinem Konto verschwand einfach weiter Geld. Ich habe dann meine Bank angerufen und dort nachgefragt. Diese sagte mir aber, dass es ein gültiges SEPA Mandat gibt und die Abbuchungen somit berechtigt zu sein scheinen. Dennoch wollte man mir helfen und hat seitens der Bank nachgeforscht. Und auch ich wurde im Internet fündig und fand, wohin das Geld ging. Beziehungsweise, warum es abgebucht wurde.

Wenige Wochen vorher erhielt ich einen Anruf, dass ich bei einem Gewinnspiel etwas gewonnen haben sollte. Eine Reise. Zum Datenabgleich würde man nur meine Kontodaten und die aktuelle Anschrift brauchen. Ich war damals – das gebe ich zu – leichtgläubig und freute mich auf den Gewinn. Urlaub hatte ich schon ewig nicht mehr gemacht – und dann auch noch umsonst. Nach Fehmarn sollte es gehen, das weiß ich noch. Also habe ich meine Daten genannt und auch die Kontoverbindung verraten. Etwas, was ich heute auf keinen Fall mehr tun würde.

Denn wenige Wochen später ging es los. Ich hatte inzwischen verstanden, dass ich wohl keinen Gewinn erhalten würde, doch das Herausgeben meiner Kontodaten hatte ich nicht mehr auf dem Schirm. Und somit wunderte ich mich umso mehr, dass von meinem Konto Beträge abgebucht wurden. Im Endeffekt war es ein Gewinnspiel-Abo, das Woche für Woche Geld kosten sollte. Ich habe dann einen Widerruf für die Lastschrift erstellt und diesen an den Anbieter geschickt. Per Einschreiben! Und Anzeige bei der Polizei wurde auch erstattet, allerdings ohne Erfolg, da die Hintermänner wohl im Ausland sitzen. Dennoch kann ich seitdem nur jedem raten, bei solchen Anrufen mehr als vorsichtig zu sein!“

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Wie legt man Widerruf gegen eine Lastschrift ein?

Möchte man sich gegen eine unberechtigte Lastschrift wehren und gegen diese Widerspruch einlegen, muss man dies in jedem Fall schriftlich machen. Dazu setzt man einfach ein Schreiben auf, das einige wichtige Daten beinhalten muss. Und: Wichtig ist es auch, dass man seinen Rücktritt klar formuliert.

Folgende Angaben sind beim Lastschrift Widerspruch wichtig:

  • Ihre Adresse und Kontoverbindung
  • Angaben zur Firma, die ein Mandat hat
  • Widerruf klar formuliert und eindeutig
  • Unterschrift von Ihnen per Hand

Wichtiger Hinweis:

Die Unterschrift muss in jedem Fall per Hand gesetzt werden, sodass ein Widerruf per Mail oder Fax nicht ausreichend ist. Unterschreiben Sie den Widerruf im besten Fall direkt nach dem Drucken – und setzen Sie beim Versand auf ein nachvollziehbares Einschreiben.

(Mustervorlage Widerruf Lastschrift)

Mit dem Musterschreiben können Sie gegen eine Lastschrift vorgehen und dagegen Widerruf einlegen. Die Vorlage muss von Ihnen dazu nur angepasst werden und Sie können das Muster für den Widerruf der Lastschrift dann sofort nutzen. Haben Sie weitere Fragen zum Musterbrief, sollten Sie einen Juristen befragen.

Widerruf Lastschrift

Absender: (Name und Adresse angeben)

Empfänger: (Firma und Adresse nennen)

Betreffendes Konto: (IBAN und BIC angeben)

Ich widerrufe mein – fälschlicherweise erteiltes – SEPA Lastschrift Mandat für oben angegebenes Konto. Damit ist es Ihnen – spätestens – ab SOFORT nicht mehr gestattet, Beträge gleich welcher Summe von meinem Konto einzuziehen. Ferner fordere ich Sie auf, die unberechtigt abgebuchten Beiträge unverzüglich zu erstatten.

Mein Widerruf gilt ab sofort und bedarf Ihrer Zustimmung nicht. Ich fordere Sie auf, mir diesen Widerruf schriftlich zu bestätigen.

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(Ort und Datum)                             (Unterschrift von Ihnen)

Mit einem Widerruf zur Lastschrift können Sie wieder Ordnung auf Ihrem Konto herstellen. Doch nicht nur bei betrügerischen Abbuchungen kann ein solcher Widerruf für Sie in Frage kommen. Ein Rücktritt von der Lastschrift kann auch sinnvoll sein, wenn Sie einen Vertrag gekündigt haben oder lieber selber alle Beiträge überweisen möchten.

Nutzen Sie die Mustervorlage haben Sie selber keinen großen Aufwand und können stattdessen einfach Ihre Daten eintragen und den Widerruf im Anschluss ausdrucken.

Beachten Sie:

Eine Zustimmung zum Widerruf ist nicht notwendig, da es sich hierbei um eine einseitige Willenserklärung handelt. Somit reicht es aus, wenn Sie unmissverständlich klar machen, dass keine weiteren Lastschriften gestattet sind und Sie entsprechende Mandate direkt entziehen. Dies gilt auch dann, wenn die Firma darauf besteht, dass ein abgeschlossenes Abonnement besteht.